Kantonal TF Wädenswil TV/DTV
Mittwoch, 07. September 2011 um 20:52 Uhr
Beat Luginbühl

Am Freitagmorgen 1. Juli traf sich eine grosse Schar Turnerinnen und Turner beim Bahnhof Birmensdorf. Die Stimmung war fröhlich und alle waren gut gelaunt, warum auch nicht, es wurde viel und lange auf diesen Tag trainiert. Dann ging`s los, der Zug rollt an, eingestiegen und ab die Post Richtung Zürich. Vom HB nach Wädenswil wurde es dann eng im Zug, es wollten scheinbar noch andere Vereine und Pendler in dieselbe Richtung. Logischerweise wurde schon auf der Hinfahrt die Lautstärke des Wägeli`s mit stimmungsvoller Volksmusik ziemlich ausgereizt. Dieser Musikstil schien einem jungen sehr vorlauten Hindermuetitaler gar nicht zu passen und er forderte „was isch das für en hure scheiss Musik, MANN!! Stell dä ab!!“. Sein Lehrer ihm gegenüber war noch lauter und entgegnete ihm, „jetzt isch Rue suscht hets konsequänze!!!“ damit war diese Situation auch geregelt. Am Zielort angekommen suchten wir zuerst unser Lagerplatz auf und montierten die Zelte, wonach es schon bald mit Aufwärmen weiterging. Die Wettkämpfe verliefen mehrheitlich gut und vor allem ohne Verletzungen, hier ein Überblick über die Noten der einzelnen Disziplinen:
Kugelstossen 10.00
SSB 9.28
Gymnastik 8.87
Team Aerobic 9.03
Hochsprung 9.40
Steinheben 8.70
Reck 8.35
Schleuderball 9.21
Speer 9.46
Mit der Endnote von 27.3 erreichten wir Platz 6 in der ersten Stärkeklasse.
Weiter sind noch 3 Turner im Einzelwettkampf gestartet und waren sehr erfolgreich!
1. Rang Aktive Daniel Gasser Leichtathletik 6Kampf mit 4077 Punkten
43.Rang Aktive Martin Gasser Leichtathletik 6Kampf mit 3470 Punkten
2. Rang Senioren Markus Baur Leichtathletik 5kampf mit 3234 Punkten
Herzliche Gratulation zu den super Leistungen!
Speziell zu erwähnen ist sicher der Einsatz der jungen Steinheber Generation, sie Trainierten den Winte rüber sehr fleissig und entwickelten gemeinsam viel Ehrgeiz und Biss, was sich in den Resultaten wiederspiegelte. Auch von der DTV Seite sind junge Girls dazugekommen die z.B. die Gymnastik oder den Stufenbarren kräftig unterstützten.
Am späteren Nachmittag waren Ehrenmittglieder und Veteranen des Turnvereins zum Apèro eingeladen und sie erschienen zahlreich. Das gemütliche Beisammensein unter mehreren Generationen bei strahlendem Sonnenschein und noch dazu an einem Freitag an dem man normalerweise arbeitet, war eine super Sache. Da passt das Lied „wir sind eine grosse Familie“ perfekt. Später ging es mit geschlossenem DTV/TV zum Abendessen, nachdem es dann auch schon mit der Abendunterhaltung losging. Im grossen Festzelt war die Stimmung gut, obwohl schon viele früh die Bar aufsuchten oder sonst irgendwo auf dem riesen Festgelände verweilten. Es wurde fröhlich gefeiert bis in die Morgenstunden. Am nächsten Morgen wurden einige etwas früher geweckt als sie sonst aufgestanden wären, die Männer-Frauenriege brauchten noch Einsätze für die erste Stärkeklasse. So durften einige noch mit Augenringen im Gesicht zum Kugelstossen oder Steinheben ausrücken. Den Samstag verbrachten viele in kleineren Gruppen, die einen gingen im See baden, andere verfolgten die Wettkämpfe oder gingen den diversen Turnerbeizen nach. Am Nachmittag trudelten die meisten wieder nach und nach beim Lager ein. Am Anfang waren es nur eine Handvoll, mit noch leicht unmotivierter Stimmung. Da meinte H.B. aus B. bring mal eine Flasche Wein dann geht’s bergauf! Gesagt getan und eine halbe Stunde später wurde die Musik wieder etwas lauter und die gute Stimmung kehrte zurück. D.J. aus B. machte es sich zur Aufgabe dafür zu sorgen das keine Gläser längere Zeit leer blieben oder es garnicht erst wurden. Er hätte also die Eidg. Buttlerprüfung mit Bravur bestanden. Da er so gut beim Einschenken war, musste dem entsprechend Nachschub her. Da es den jungen Bierfüchsen noch etwas an Fantasie mangelte und das Weinzelt so weit hinter dem Hügel lag, musste die alte Garde ran. Zum Glück hätte Kätti ihr Fahrrad mit „Postichörbli“ dabei, so konnte die Lieferung wieder sichergestellt werden. Die gute Laune zog wiederum bis in alle Nacht hinein, bis sie von einigen übermotivierten Securitas gebremst wurde und alle langsam ans schlafen dachten. Das Standartprogramm am Sonntag kennen sicherlich die meisten, die Fahnen-Horn-und Blumen Träger/innen stehen etwas früher auf und gehen zum Festumzug. Der Lagerplatz wird aufgeräumt, die Zelte abgebrochen und die Taschen gepackt und verladen. Die Rangverkündigung und die Schlussvorstellungen besuchten wir natürlich auch. Später war Besammlung für die Heimreise, langsam etwas müde aber zufrieden stiegen wir in den Zug. Das Umsteigen im HB gelang diesmal ohne weitere Zwischenfälle. Überraschend trocken und mit GANZEN, UNangefressenen Blumensträussen fuhren wir Richtung Birmensdorf wo wir von der Harmonie der Feuerwehr und vielen Vereinsanhängern erwartet wurden. Aber da war doch noch was.?! Unsere gute Stimmung mit Wägelimusik und „Summenden“ Turnern schien nicht ganz allen zu bekommen, oder waren sie vieleicht eifersüchtig? So kam eine uralte-verschrumpelte-bucklige-zahnlose Frau mit krummen Fingern, einem schwarzen Spitzhut und einer Krähe auf der Schulter mit einer Knollennase und Warzen darauf aus dem unteren Abteil herauf. Sie schrie, „was fällt euch ein so fröhlich zu sein“ und wollte auf einige rechtfertigende Antworten mit Schlägen reagieren. Nach der Faustattacke krächste sie, „die heutige junge Generation sei extrem gewaltbereit und aggressiv“, worauf sie eine Schar lachender Turner erleben durfte. Fazit daraus, nächstes Mal eine Schachtel Valium zur Beruhigung im Wägeli deponieren und bei Bedarf an alte Fadenhexen verteilen! In Birmensdorf ausgestiegen empfing uns die Harmonie mit Musik und alle anwesenden applaudierten im Takt dazu. Koordiniert und angeführt von Turnvater Häsi folgte die Gesellschaft seinem blumierten Oldibührer und der Harmonie Richtung Brüelmatt, wo der Ausklang vom Chörli vorbereitet wurde. Vor dem Gemeindezentrum spielte die Musik noch aus ihrem Repertoir, alle applaudierten dazu und gleichzeitig wurden noch einige Fotos gemacht. Dann ging`s zum Essen in den Saal in dem bereits ein reichhaltiges Buffet auf uns wartete, besten dank dem Chörli für die Organisation. Die ganze Turnerfamilie mit der Harmonie war nochmals gemütlich beisammen und verweilten bis dann auch das Kantonale Turnfest Wädenswil definitiv zur Geschichte gehörte. Herzlichen Dank dem OT-Team für die Turnfestsaison 2011. Ein Dankeschön auch an Fam. Bänz die jeweils das Turnfestambiente beim Wagen, wie wir es kennen möglich macht.
Turnfest Biberist DTV/TV
Freitag, 12. August 2011 um 15:21 Uhr
Nadine Hofstetter
Turnfest Biberist SO 18. – 19. Juni 2011
Endlich war es soweit, das erste Turnfest 2011 stand vor der Türe. Die Vorbereitungen waren intensiv (nicht für alle gleich), die Oberturner zuversichtlich und rechneten mit einer hohen Note. Die Wettervorhersage war leider nicht so prickelnd aber wir sind ja Turner und keine Fussballer…
Die Reise nach Biberist wurde mit dem Car angetreten, dass heisst Treffpunkt um 07.15 Uhr beim Gemeindehaus in Birmensdorf. Komischerweise sind die „auswärtigen“ Turner/innen immer zuerst dort. Ich habe gehört, dass nächstes Jahr im Vorfeld einige Wetten stattfinden werden. Man könne 2 Tipps abgeben wer zu spät kommt. Als dann alle Schäfchen beieinander waren ging’s los. Schon nach der Raststätte Würenlos (nein nicht Heidiland) konnten wir froh sein, nicht mit den ÖV’s unterwegs zu sein. Es regnete quer, gerade, viel, wenig… wie es gerade wollte. Einige nutzen die Fahrt um noch Schlaf nachzuholen, das Schulstufenbarren-Programm durchzuzählen, Gedanken machen über das Aufstellen des Zeltes und und und…
Endlich, Biberist erreicht. Und dann wurde es wie immer ein wenig hektisch. Zelte aufbauen, umziehen, Tenue’s suchen, Haare frisieren, Leiterbesprechung und abmarsch zu den jeweiligen Wettkampfplätzen. Das Leiterteam hat sich entschieden, das Einlaufen/Aufwärmen individuell zu gestalten.
1. Wettkampteil 11.50 Uhr Gymnastik, Hoch, Schleuderball
Das Wetter besserte sich bis dahin nicht wirklich und so musste der 1. Wettkampfteil feucht/fröhlich gestartet werden. Die Gymnastiker durften auf der nur „leicht“ nassen Wiese ihr Bestes geben. Ich habe gehört, dass ausser Hoserunterlassen eigentlich alles gut funktionierte. Die Leiterinnen Marlies und Anita waren mit der Endnote von 8.30 ganz und gar nicht zu frieden. Beim Hochsprung konnten leider nicht alle ihre erwarteten Höhen überspringen und somit resultierte für die 4 Hochspringer eine Note von 8.63. Da war noch der Schleuderball. Mir wurde gesagt, dass wir schon mit mehr als 13 Turner/innen diese Disziplin absolvierten, nun sind wir gerade noch 6. Die erfahrenen Hasen/Häschen hatten mit den regnerischen, stürmischen Verhältnissen keine grossen Probleme, doch da war noch das Kücken Nadine auch genannt Therese (wurde der Redaktion geflüstert). Sie wollte die Truppe ein wenig auf die Folter spannen und war mit zwei Nuller’n und der Dritte mit einer nicht erwähnenswerten Weite. Auch da hat man sich eine bessere Note als 9.13 erhofft.
Die Konkurrenten müssen ja schliesslich auch bei diesen Verhältnissen turnen…
2. Wettkampteil 13.05 Uhr Reck, Teamaerobic, Kugel
Welch ein Wunder, der Regen hörte langsam auf, die Sonne versuchte sich durch die Wolken zu drängen. Die Reckturner durften natürlich in der geheizten Halle turnen, nein, keine Spur von Neid. NEIN! Die 10 letzten Mohikaner des Recks gaben sich Mühe und erreichten eine gute Note von 8.60. Von den Teamaerob(t)ikerinnen wurde standesgemäss eine Note über 9.0 erwartet, die Üben schliesslich auch 784-mal pro Jahr dasselbe. Oder etwa nicht? Den Damen lief es wie am Schnürchen und so konnte die Note 9.02 erreicht werden. Von den Kügelern wurde die Note 10.0 erwartet. Die 6 starken Männer holten schlussendlich die Note von 9.63 und somit auch die Höchste für unseren Verein dieses Wochenende. B R A V O!
3. Wettkampteil 15.24 Uhr Steinheben, Schulstufenbarren, Speer
Der letzte Wettkampfteil konnte mit wenigen Sonnenstrahlen in den Angriff genommen werden. Gleich mit 14 Mann rückte der TVB ans Steinheben. Die Herkulessen waren sichtlich froh hat es aufgehört zu regnen. Das bedeutete aber, Ausreden wie „der Stein war nass“ „der Stein ist mir aus der Hand gerutscht“ „es hat mir voll ins Auge getröpfelt“ usw. nicht mehr galten. Mit der Note von 8.90 sind sie knapp am Ziel (9.0) vorbei gehoben. Das Stulhaufengschwader (Übername seit 2011) von 19! Turnerinnen lächelte mit den Kampfrichtern um die Wette. Mit dem Können, Lachen sowie dem fleissigen Training sicherten sie sich die Note von 9.05. Die 5 Speerler/innen konnten nun auf trockenem Terrain den Wettkampf absolvieren. Ausreden deshalb Fehlanzeige. Doch, es gab eine, der Wind! Nichts desto Trotz erwerften sie sich die Note von 9.18.
Es war geschafft, der Druck war weg und der Durst war da. Beim gemeinsamen Zusammensitzen kamen dann die ersten Fragen/Fehler zum Vorschein. Sind wir nur schön-Wetter-Turner? Hatten wir nicht genügend trainiert? Waren die langen Wartezeiten zwischen den Wettkampfteilen nicht gut? Müssten einige ein Mentaltraining absolvieren? Wie auch immer, der Zusammenhalt stimmte und so freuten wir uns auf das Nachtessen und das anschliessende Fest. Welches Fest? Um 0.00 Uhr kam ein Hauch von Feststimmung auf, als wir alle zusammen für Markus Steiner das „Häppy Börsdej“ anstimmten und ihm zu seinem 15x2 Geburtstag gratulierten. Um 02.00 Uhr gingen die Tore des Festzeltes zu und die Bar von gefühlten 2x2 Metern wurde dichter und enger. Also wenn man Durst hatte musste man das sicher 30min vorher merken und an der Bar anstehen, und ach ja fast vergessen, bitte nicht zu fest trampen und gumpen, sonst sinkt die Bar ein. Wir sind uns leider andere Fester gewöhnt, aber da war ja noch der Sonntag nicht wahr?
Nach dem Morgenessen kam die Heimweh-Stimmung auf. Vorangetrieben hat dies Kerschtine Meili, mit 40 zu 1 Stimme hat sie die Abstimmung verloren und alleine auf den Zug wollte sie dann doch nicht! Nach dem aufräumen, Zeltabbau, packen ging es los ans Festgelände. Festgelände? Das gibt’s doch nicht. Jetzt haben die am Sonntag noch den Jugendsporttag organisiert, dass heisst Fest = 0! So nahmen wir das selbst in die Hand und beschlagnahmten das Ambientezelt. Anstatt ruhigen Klängen und Prosecco’s wurde das Musikwägeli in Betrieb genommen und die ersten nicht-alkoholfreien Getränke serviert. Die Männer diskutierten über Gott und die Welt und die Frauen punkteten mit wunderschönen Frisuren. Der Nachmittag und das Fest war somit gerettet und so kam es, dass um 16.00 Uhr niemand in den Car einsteigen wollte. Die Rückfahrt, ja die Rückfahrt… Ich denke das muss man selber mal erlebt haben. Es wäre nämlich nicht so leicht diese in Worte zu fassen. Die Oberturnerin sowie der Oberturner war mit unseren Leistungen nicht zufrieden und es werde nächstes Jahr härter trainiert, weniger getrunken und nicht gefestet!! ? Mit dem 9. Schlussrang (von insgesamt 13 Vereinen in der 1 Stärkeklasse) verabschiedeten wir uns beim Restaurant Sonne in Birmensdorf.
„Wir gingen nach Biberist und wussten auch nachher noch nicht wo der Biber ischt“
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